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Unterschiede im Weinbau |
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Was unterscheidet nun den biologischen vom konventionellen Weinbau?
In erster Linie der Umgang mit dem Boden. Zertifizierte Biowein-Winzer setzen alles daran, den Humusaufbau zu fördern – einen Boden, in dem es vor Leben nur so wimmelt! Das bedeutet, statt der oft üblichen Begrasung wird ein vielfältiges Grün in die Weinzeile und –reihe gebracht. Alternierendes Mähen und Bodenbearbeitung, kein Herbizideinsatz und die Förderung einer reichhaltigen Insektenwelt sind weitere Anforderungen an die Bio-Winzer.
Vor ca. 150 Jahren wurden Pilzkrankheiten und Schädlinge in die europäischen Weingärten eingeschleppt aus Amerika. Diese Krankheiten haben hier im natürlichen Kreislauf noch zu wenige Gegner. Folglich kommt auch im Bio-Weinanbau die "Spritze" zum Einsatz. Auf den Weinbergen werden Pflanzenstärkungsmittel wie Kräuterauszüge, Tonmineralien, Algenextrakte, Molkeprodukte, homöopathische Präparate und dergleichen ausgestreut. Erst wenn diese Mittel gegen die Schädlingsbekämpfung nicht ausreichen, dürfen Schwefel und Kupfer eingesetzt werden, wobei Kupfer streng auf drei Kilogramm pro Hektar im Jahr begrenzt ist. Das heißt für Konsumenten (und Produzenten), dass weder Wasser, Boden noch Luft belastet werden, keine Krankheits- und Schädlingsresistenzen auftreten und die Bioweine nicht mit Rückständen belastet sind.
Aus dem Bio-Weinkeller gibt es gute und ausgezeichnete Bio-Weine. Zunehmend zeigt sich, dass bei Bioweinen die Lage häufig stärker zum Ausdruck kommt und die Weine oftmals vielschichtiger, bekömmlicher und länger lagerfähig sind. Allerdings brauchen die meisten Bioweine mehr Zeit, um heranzureifen – der flott durchgestylte Wein wird sich bei BIO eher selten finden.
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